
BMW 530 MLE, © SOUTH AFRICAN MOTOR 1977/01
Herbert Schnitzer und sein Team errangen im BMW Motorsport als Renntuner viele Siege. Die Gebrüder Schnitzer aus Freilassing bauten den BMW 530 MLE für Südafrika nach den Richtlinien der südafrikanischen "Modified Saloons" um. Zwei Solex 40/36-Doppelvergaser versorgten den Motor mit dem Kraftstoffgemisch. Die Brennräume wurden halbkugelförmig gestaltet und eine veränderte Nockenwelle kam zum Einsatz. Zudem wurden Querstabilisatoren verwendet, um die Seitenneigung in schnell gefahrenen Kurven zu reduzieren. Ein gesperrtes Hinterachsdifferential mit einer Sperrwirkung von 80 % optimierte die Fahreigenschaften beträchtlich. Härte Gasdruckdämpfer wurden ebenfalls eingesetzt. Gebremst wurde der Bolide über innenbelüftete Lockheed-Bremsen vorn und hinten mit Scheiben des BMW 3-Liter-Coupés. Um die großen Räder unterzubringen wurden spezielle Kotflügelverbreiterungen montiert. Auf der rechten Seite, genau unter der Fahrertüre, kamen zwei sehr groß dimensionierte Abgasrohre zum Vorschein. Im Inneren des Wagens blieb es recht wohnlich: Die Türen waren verkleidet, hinten war sogar neben dem Bodenteppich auch noch eine Rückbank montiert. Nur ein Matter Überrollbügel erinnerte an den Rennsportumbau. Das fertiggestellte Fahrzeug per Sabena-Cargo wieder zurück geflogen.
Motor
BMW 530 MLE Zylinder/Ventile
6/2 Hubraum
cm³
2985 Hub/Bohrung
mm
80/89 Nennleistung/Nenndrehzahl
kW (PS)/1/min
203 (275)/k. A. Max. Drehmoment/Drehzahl
Nm/1/min
320/5500 Spezifische Leistung
kW (PS)/Liter
68 (92,1) Verdichtung
: 1
k. A. Fahrleistung
Höchstgeschwindigkeit
km/h
k. A. Beschleunigung 0-100 km/h
s
k. A. Stehender Start 0-1000 m
s
k. A.
Erst Mitte der 1980er-Jahre mit der Gründung der Firma AC Schnitzer wurden auch BMW-Fahrzeuge für die Straße getunt.